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Vorgestellt: Bembel Gin

Nach einer längeren Sommerpause haben wir wieder Fahrt aufgenommen: neue Startseite, Konfigurator für Geschenkboxen und neu im Shop: Gin! Daher wird es nun auch Zeit endlich wieder unseren Block mit einer Produktvorstellung zu befeuern, hier gibt es schließlich einiges nachzuholen. Starten wir also mit der ersten Gin Vorstellung, und zwar dem Bembel Gin.

Über Bembel Gin

“Äppler mal anders”, so war die Zielsetzung zur Kreation des Bembel Gin, sagt Gründer Jorin Karner. Er beschreibt ihn als außergewöhnlich auf Grund seiner süßlichen Apfelnote und eben deswegen schmeckt er auch pur. Die Hauptzutat ist neben dem ohnehin für Gin gesetzten Wacholder natürlich Apfel, kombiniert mit Zitronenschalen. Nicht auf der Flasche vermerkt, aber von Jorin erfahren wir darüber hinaus noch die Zugabe von Koriander, Lavendel und Limetten. Um die weiteren Botanicals macht er ein kleines Geheimnis.

Design & Aufmachung

Schon auf den ersten Blick erinnert die schwere Tonflasche und ihr Design an das wohl bekannteste Gefäß in Hessen – den Bembel. Doch statt Apfelwein befindet sich darin der Apfel-Gin. Tonkrüge sind keine Seltenheit mehr unter den Spirituosengefäßen, selten aber passte die Wahl so sehr wie hier. Stilecht zu seiner Herkunft aus Hessen präsentiert sich der Gin in einer bauchigen Flasche mit blumigen Bembel-Verzierungen. Eine Flasche, die sich im Regal nicht verstecken muss. Verschlossen werden die 0,7 Liter mit einem Kunststoffkorken und sorgen dafür, dass keines der 43% entweicht. Auch das Auge für’s Detail fiel uns beim Holzdeckel erneut auf, dieser kommt bedruckt mit einem Bembel und einem Apfel.

Tasting & Geschmack

Beim Öffnen der Flasche verbreitet sich bereits ein süßlicher Geruch in der Nase, welchen man eher einem Likör zuordnen würde als einem Gin. Während der Apfelgeschmack klar im Vordergrund steht, runden die Zitrusnote und ein leichter Wacholderduft den ersten Eindruck ab. Klar im Vordergrund heißt übrigens für uns im Klartext, dass der Geruch mehr als apfel-süß war und der Gin dem Äppelwoi zum Verwechseln ähnlich riecht.

Beim Einschenken und beim Schwenken verfliegt der süßliche Duft dann allmählich, was bleibt ist der Apfel. Und so präsentiert er sich dann auch am Gaumen, die Süße ist nicht mehr zu empfinden, dafür aber der klare und frische Apfelgeschmack mit einer Zitrusnote und dem Wacholder als Basis. Bei den weiteren Botanicals tun wir uns tatsächlich schwer, diese bei dieser Dominanz des Apfels zu entdecken.

Beim Durchprobieren mit verschiedenen Tonics blieben wir Schluss endlich bei einem klassischen Indian Tonic hängen empfehlen den Long Drink dafür aber mit Apfelscheibe und Wacholderzweig zu garniert.

Fazit & Gesamtbewertung

Gin Liebhaber der klassisch stark wacholdrigen und kräutrigen Gins werden sich vermutlich mit dem Bembel etwas schwertun, wer allerdings den Duft und Geschmack von Äpfeln liebt, findet hier möglicherweise seinen Gin Favoriten, wenn es mal fruchtiger sein darf. So und so sind wir klar der Meinung, dass der Bembel Gin mehr als eine Erfahrung wert ist, da die parallele zum Appelwoi sehr originell ist und zudem auch hervorragend umgesetzt wurde. Wir für uns können uns sehr gut mit dem Bembel-Gin anfreunden, werden diesen fortan häufiger genießen und deswegen musste er auch in unseren Shop!

Wacholder
zitrus / fruchtig
floral
pfeffrig / kräutrig
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Vorgestellt: honey.corn – ein natürlich süßer Honigschnaps ohne Zusätze

Heute gibt es für Euch einen Kombibeitrag aus dem Tastingbericht des honey.corn von Birgitta Rust Piekfeine Brände, sowie einen Wissensbeitrag zum Thema Liköre. In unserem Artikel „10 Fakten über Korn“ haben wir die Schnaps Beliebtheitsskala der Deutschen aufgeführt. Zur Erinnerung: Korn sichert sich nach Likören und Wodka Platz drei. Uns erreichte die Frage, was Liköre denn überhaupt sind, oder genauer, woraus sie denn bestehen. Mit dem honey.corn stellen wir Euch eine honigsüße Likör Alternative ohne künstliche Zusätze und Zucker vor.

Liköre im Kurzportrait: Korn plus X
Liköre sind grundsätzlich keine eigenständigen Brände, sondern aromatisierte Spirituosen. Die hierzulande gängigen Liköre basieren tatsächlich zumeist auf Kornbrand und werden erst mit weiteren Zutaten zu dem beliebten Schnaps. Die nennenswerteste aller Zutaten, da sie alle Liköre gemeinsam haben, ist Zucker: weit über 100 Gramm pro Liter ist keine Seltenheit. Fruchtsäfte, Sirup, Gewürze, etc. verleihen den Likören dann ihren eigenen Geschmack. Kurzum: Man nehme einen Kornbrand und mische diesen mit Zucker und weiteren Zutaten, et voilà Likör!

Wovon hängt nun also die Qualität eines guten Likörs ab?
Im Kern von der Basis, also dem verwendeten Kornbrand und darüber hinaus natürlich von den weiteren Zutaten. Birgitta Rust bietet mit ihrem honey.corn eine zusatzfreie Alternative zu einem klassischen Likör: basierend auf hochwertig selbsterzeugtem Kornbrand setzt sie diesem ausschließlich Bio Honig der Region zu und erhält so einen milden und süßen Schnaps!

Über BR Piekfeine Brände und die Herstellung von honey.corn
Birgitta Rust (BR), eine der wenigen Frauen, die das Handwerk des Brennens beherrschen, machte ihre Leidenschaft zum Beruf: am 11.11.11 um 11.11 Uhr eröffnete sie ihre gläserne Spirituosen Manufaktur in der Bremer Überseestadt. Sämtliche ihrer Produkte werden aus regionalen und ausgewählten Zutaten hergestellt, bei allen Bränden ist ihr die besondere milde wichtig, dafürsteht „Piekfein“! honey.corn ist ein reines Weizenkorndestillat und bekommt seine Süße ausschließlich durch den regionalen Bio Honig. Dem puren Kornbrand wird der Honig zugesetzt und ein halbes Jahr regelmäßig gerührt, damit sich der Honig löst. Heraus kommt ein feines Korndestillat mit cremig dezenter Süße und 32% vol. Alkoholgehalt. Natürlich werden keine Aromaverstärker oder Zucker zugesetzt, die Filterung erfolgt, wie im Hause BR Piekfeine Brände üblich, per Aktivkohle.

Design und Aufmachung
Zum Design und der Aufmachung halten wir uns kurz. Sämtliche Flaschen von BR Piekfeine Brände haben das gleiche Design, unterschieden wird über das Etikett und den Verschluss. Im Falle des honey.corn wird ein dunkler Holzverschluss verwendet, das Etikett der Flasche ist (logisch) gelb, passend zum Honig. Die Flasche wirkt insgesamt wertig, allerdings nicht ausgefallen. Das Fähnchen am Hals weist nochmals auf die Handarbeit hin. Eine Flasche also, die wir uns sehr gut in einem Feinkostenladen vorstellen können.

Tasting & Geschmack
Beim Öffnen war natürlich unsere erste Reaktion direkt an dem honey.corn zu schnuppern und zwar nicht so sanft, wie wir es sonst gewohnt sind. Nase ganz nah ran und einen kräftigen Zug: ja, der Honig ist wie erwartet sehr dominant, der Korn nur noch leicht im Hintergrund. Direkt ins Glas einmal genippt und dann ging es schnell. Mit unserem sonstigen Sortiment nicht zu vergleichen, da wir nicht mehr über einen reinen Korn sprechen, dennoch war der Geschmack interessant. In der Nase und am Gaumen sehr süß, der Honig ist wie gewünscht absolut präsent. Im Abgang ist honey.corn dann sehr mild und recht spät kommt dann plötzlich doch noch die Basis durch: wir schmecken den Korn mit leichtem Brand. Uns hat die Verkostung definitiv gefallen, der Geschmack entwickelt sich sehr langsam beim Genießen, erst süß und dann doch noch der Touch einer Spirituose.

Fazit und Gesamtbewertung
Anders als bei klassischen Likören wird honey.corn nicht auf die Schnelle mit günstigem Alkohol, Zucker und Geschmacksverstärkern erzeugt. Hochwertiger Korn wird in einem halben Jahr mit regionalem Bio Honig zu einer natürlichen Alternative ohne Zusätze – wir können uns gut vorstellen, dass dies insbesondere der Damenwelt gefällt. Aber auch wir fanden diesen Exkurs interessant, sodass wir uns entschlossen haben diesen in unseren Shop aufzunehmen.

Honig 100%
süßlich 90%
mild 90%
Korn 30%
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Vorgestellt: Korn’s Korn – Bayrischer Premium Bio Doppelkorn

Wir machen weiter und holen die Vorstellung des nächsten Doppelkorns aus unserem Shop nach. Selbstverständlich ist auch dieser Korn nur deshalb in unserem Shop gelandet, weil wir ihn nach der Verkostung mit einem positiven Gesamteindruck bewertet haben.

Über Korn’s Korn und seine Herstellung
Korn’s hat Tradition seit 1949, damals begonnen durch Joseph Arthur Korn mit nach eigenem Rezept und im Keller gebrannten Spirituosen. Und ja, der gute Mann heißt wirklich mit Nachnamen „Korn“, passender geht es wohl kaum! In den 1970er Jahren wurde Korn’s Korn zu einem gern gesehenen Wegbegleiter in der einschlägigen Partyszene von München Schwabing. Wahrscheinlich geschuldet durch das abflachende Interesse der Deutschen am Korn wurde es in den Folgejahren auch um diesen Schnaps ruhiger. Und nun das Comeback: 2017 erfolgte dann der Relaunch.
Die Herstellung dieses Premium Doppelkorns findet in der THE DUKE Destillerie in Aschheim bei München statt, vielen dürfte der ebenso genannte Gin bestens bekannt sein. Wie es sich für Produkte in unserem Shop gehört, stammt das Getreide aus regionaler und ökologischer Landwirtschaft. Gebrannt wird der Schnaps in einer Kupferkolonne, mehrfach destilliert und mit ausgewähltem Wasser von 85% Vol. auf die Trinkstärke von 38% Vol. herabgesetzt. Filtriert wird (anders als bei Wodka) nicht, so sollen möglichst viele Aromen beibehalten werden.

Design und Aufmachung
Das Image und die Qualität von Korn’s Korn lassen sich direkt an dem Flaschendesign ablesen. Die goldene Schrift auf dem Etikett glänzt, reflektiert und funkelt und sofort schießt der Gedanke einer Goldähre in den Kopf. Trotz dieser minimalistisch gestylten Flasche wird durch das Goldige klar, dass es sich um einen Feinbrand aus hochwertigem Bio-Getreide handelt und sich der Schnaps auch insgesamt auf gehobenem Qualitätsniveau bewegt. Die bauchige Form mit Verschlusskorken passt und die transparente Flasche verkörpert obendrein die Reinheit dieses Korns. Wir fassen zusammen: durchaus eine positiv sehr auffallende Flasche, da die goldige Schrift umso edler und anziehender wirkt, auf einem sonst sehr schlanken Design.

Tasting & Geschmack
Beim Öffnen der Flasche und direktem Schnuppern am Korken gab es (erwartungsgemäß) keine große Überraschung. Ein milder Duft steigt insgesamt in die Nase, die versprochene leicht malzige Brotnote können wir eingeschenkt im Gläschen ebenfalls nachvollziehen. Beim Verkosten spielt der Doppelkorn dann seine süßlich-malzige Brotnote wesentlich stärker aus, was ihm einen angenehm milden Geschmack mit langem Nachklang verleiht. Hier punktet eindeutig der Unterlass der Filtrierung. Korn’s gibt zwar an, dass man diesem Doppelkorn „fast mehr als 38% vol.“ zutraut, dies jedoch können wir nicht bestätigen. Vielmehr waren wir eher darüber überrascht, dass es dieser Tropfen doch tatsächlich auf 38% vol. schafft! Verkostet haben wir den Korn zunächst bei Zimmertemperatur um die Aromen zu erhalten, leicht gekühlt fanden wir ihn anschließend aber noch besser.

Fazit und Gesamtbewertung
Hochwertige regionale Zutaten, sowie sein milder und leicht süßlicher Geschmack machen diesen Premium Doppelkorn zu einer vorzuziehenden Alternative für Wodka in Longdrinks und Cocktails. Eine komplexe Spirituose darf man hier nicht erwarten. Pur ist dieser Korn eher was für wahre Kornliebhaber, durch seine Milde wird er bekömmlicher als man es vom klassischem Korn kennt, dies überrascht auch sicherlich den Gaumen eins seltenen Korntrinkers. Das edle Flaschendesign kann aus unserer Sicht zudem Punkten und ist stimmig, schließlich trinkt das Auge mit.

klassisch Korn
mild
malzig / brotig
süß
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Vorgestellt: NORK Doppelkorn – German Design Award Winner 2018

Auch der NORK war von erster Stunde an mit dabei  im Feintrinker Onlinesortiment. Wir haben uns bei unserer Auswahl für diejenigen entschieden, mit denen wir die Traditionsspirituose wieder salonfähig machen wollen. Da darf natürlich NORK nicht fehlen. Sowohl der Doppelkorn, als auch die Bande, die dahinter steht, sind äußerst sympathisch!

Über NORK und seine Herstellung

“Gelallt, getan!” ist uns direkt auf der Homepage aufgefallen und hat die Neugierde in uns geweckt, wer wohl dahinter steckt und was sie sich zum Ziel gesetzt haben. Mal wieder die klassische Schnapsidee hat die zunächst 3 Freunde aus Hamburg und Bremen dazu gebracht eine hochwertige Spirituose zu kreieren. Und das ist ihnen mit der Mission, das etwas eingestaubte Image des deutschen Traditionsschnapses abzuschütteln, gelungen! Seit Oktober 2016 gibt es den NORK und nach mehreren kleinen Chargen befindet sich das mittlerweile Vierergespann eigens treffend formuliert “mitten im Schnaps-Business”. Immer wieder ist über NORK und dessen Story in verschiedenen Medien zu lesen. Man erkennt, hier steckt mehr dahinter als nur eine Schnapsidee! Sicherlich dem Fleiß geschuldet, die NORK-Crew ist immer wieder bei der eigens Abfüllung, Belabelung und Qualitätskontrolle zu sehen. Echte Handarbeit!

Basis für den 39%igen Doppelkorn ist reines Destillat aus Weizen. Nicht nur der Produktionstandort in Scheeßel (zwischen Hamburg und Bremen) wurde bewusst gewählt, auch das verwendete Wasser spiegelt die Philosophie wider. Es stammt zu gleichen Teilen aus den beiden Hansestädten. Man merkt, das Motto “Hamburg und Bremen am Tresen vereint” zieht sich wie ein roter Faden durch das Gesamtkonzept. Das Finish bekommt NORK bei einer mindestens achtwöchigen Lagerung. Abgefüllt wird per Hand und dabei laut Angaben “nur soweit gefiltert, wie es unbedingt nötig ist”.

Design & Aufmachung

Das Konzept stimmt und ist durchdacht, neben dem Inhalt über den Namen (Anagramm aus dem Wort Korn) bis hin zum Design. Nicht umsonst ein “German Design Award Winner 2018”. Die Flasche ist schlicht und zugleich edel mit weißem Etikett, das auf der Rückseite bunt durch die Flasche schimmert. Der Flaschenhals ist schwarz beklebt und umschließt  mit einem kleinen Banner den Schraubverschluss. Das Mini-Banner trägt den bereits erwähnten Slogan “Hamburg Bremen am Tresen vereint”. Die angehängten Karten kommen bunt daher und geben einen tollen Einblick in Mission und Story zur Spirituose. Der hochwertige Holzschraubverschluss passt perfekt zum Gesamtbild. 

Tasting & Geschmack

Erstmal vielen Dank an Johann für die Probeflasche! Das erste Öffnen hat nicht lange auf sich warten lassen:) Die Flasche selbst verrät natürlich, dass es sich um eine glasklare Spirituose handelt. Beim Nosing sind wir nicht groß überrascht, hat den typischen Getreideduft, angenehm, nicht stechend.

Die doch 39 Volumenprozent machen sich auch im Geschmack positiv bemerkbar. NORK schmeckt äußerst mild, bei nur leichtem Brennen entfalten sich feine Aromen von Brot im Mund. Im Abgang brennt es angenehm leicht und hält einige Zeit an. NORK selbst beschreibt den Geschmack seines Doppelkorns mit leicht malziger Süße. Wir finden, das passt!

Fazit & Gesamtbewertung

Feintrinkers klares Fazit: Wir sind überzeugt! Von der Geschichte über das vierköpfige Team, dass hinter NORK steht, alles äußerst sympathisch. Die Flasche kommt mit modern edlem Design lässt den hochprozentigen Inhalt sehr wertig erscheinen. Pur durch seine angenehme Milde gut zu trinken und natürlich auch als Basis verschiedener Longdrinks und Cocktails passend. Wir stimmen den “NORKlern” zu: Er ist wesentlich charaktervoller als moderne Premium-Wodkas!

Im Feintrinker Onlineshop auch als Longdrinkklassiker Korn Lemon, genannt “Feintrinkers Bitter” in ansprechender Geschenkbox zu erhalten. 

klassisch Korn
mild
malzig/brotig
süß
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Vorgestellt: deicht – Emmerkorn mit Herz

Der deicht Korn gehört zu den Produkten, die bereits seit unserer Shop Eröffnung in unserem Sortiment vorhanden sind. Es wird also Zeit sich diesem in unserem Magazin etwas ausführlicher zu widmen, zumal er definitiv zu den außergewöhnlicheren zählt, die wir bisher verkosten durften, aber alles nacheinander.

Über deicht und seine Herstellung

Ben und Christopher heißen die beiden kreativen Köpfe hinter deicht, die sich als junges Start-Up vorgenommen haben das Image des Korn zu entstauben. Seit 2018 stellen sie ihren Emmerkorn mit [Hand und] Herz her. Auf ihren Slogan legen die beiden viel wert, denn alle Arbeitsschritte werden per Hand vorgenommen. Ja, sogar das Herz auf dem Korken der Flasche brennen die beiden selbst ein. Auf unsere Frage wie sie auf die Idee kamen Schnaps zu brennen folgte tatsächlich die Antwort „eine Schnapsidee“. Aus der Schnapsidee wurde Leidenschaft und diese verhalf beiden mit viel Geduld und Versuchen die richtige Rezeptur und Zutaten zu finden. In dem angenehmen Kennenlerngespräch konnten wir raushören, dass die beiden heute stolz auf ihr gelungenes Produkt sind und wie wir finden dürfen sie das allemal sein.

Bei der Herstellung setzt deicht ausschließlich auf regionalen Emmer. Was viele nicht wissen: Emmer gehört zur Gattung des Weizens und ist eine der ältesten kultivierten Getreidearten, wird in Europa allerdings kaum noch angebaut. In der Verarbeitung gilt Emmer als herzhaft, leicht nussig und eher würzig. Eine interessante Grundlage für einen neuen Korn, insbesondere, weil diese selten zum Einsatz kommt. Der deicht wird zweimalig gebrannt und 65-fach destilliert, was ihn zu einem besonders reinen und milden Genuss verhilft.

Design & Aufmachung

Der deicht kommt in einer Umverpackung geliefert, wie man es von hochwertigen Spirituosen gewohnt ist. Diese hat einen Craft-Papier Stil, ist ebenfalls per Hand gestempelt, sauber verschlossen und mit einer Schleife gebunden. Die Umverpackung ähnelt eher einer schicken Geschenkverpackung, also ideal zum Verschenken an andere, oder natürlich an sich selbst! Auch beim Auspacken wird es nicht langweilig: das dunkle Apothekerfläschen macht einen runden und weichen Eindruck, nicht so ein klassisch kantiges Design wie man es beim Korn gewöhnt ist. Der oben bereits angesprochene Korken rundet das Bild ab (Anmerkung: Wiederverschließbarkeit damit ist gar kein Problem). Insgesamt finden wir, dass dieser Korn in die heimische Vitrine gehört und nicht im Schrank versteckt werden muss.

Tasting & Geschmack

Kommen wir nun aber zum wesentlichen Punkt: unser Tasting. Wir öffneten die Flasche und waren sehr überrascht. In der Nase kommen stark süßliche Noten an: Vanille und Karamell war unser direkter Eindruck. Dass wir beim Einschenken in unsere Tastinggläser einen klaren Schnaps vor uns hatten wunderte uns schon ein wenig bei der Duftnote – wir hatten schon einen Likör befürchtet. Im Glas entfaltete sich das Aroma in der Nase sogar noch mehr. Wir haben bewusst auf die Empfehlung von Ben & Christopher geachtet diesen bei Zimmertemperatur zu verkosten. In einem zweiten Anlauf haben wir deicht dann doch auch mal gekühlt probiert und bestätigen: Geschmack und der angenehme Duft gehen dabei verloren.

Und wie schmeckt er nun? Am Gaumen empfinden wir ihn tatsächlich sehr mild, der süße Duft ist ebenfalls zu schmecken, allerdings nicht annähernd so stark wie er in der Nase ankommt – gut so. Erst im Abgang erinnert er zurück an seinen Ursprung: einen Edelkorn, trotzdem brennt er kein bisschen, auch seine 40% vol. Alkoholgehalt sind nicht zu spüren! Die Noten von Vanille und Karamell sind gut zu schmecken und wir hatten sogar den Eindruck einer leichten Nussigkeit, sicherlich dank des Emmers. Der deicht gehört für uns somit in die Kategorie der Körner, die den klassischen Geschmack nicht verlieren wollen, ihn aber dennoch gekonnt umhüllen und das, ohne komplex und kompliziert zu werden.

Fazit & Gesamtbewertung

Als Fazit halten wir fest, dass deicht ein absolut gelungener Korn ist und sich für jene eignet, die eine süßliche Note wünschen. Das Produkterlebnis passt zum Geschmack und auch die Aufmachung und das Image sind stimmig. Wir empfehlen deicht auch als Grundlage für bittere oder süße Longdrinks, beim Bitteren rundet der süße deicht den Gesamtgeschmack gut ab und beim Süßen fügt er sich absolut harmonisch ein.

süß
klassisch Korn
malzig
fruchtig